Hans-Christian Schink

„Zwischen Plath und Rehberg“

 

„In „Hinterland“ zeigt Hans-Christian Schink spröde Schönheit und transportiert eine Melancholie, die sich aus der Gefährdung eben dieser Landschaft durch Überbeanspruchung ihrer Ressourcen ergibt.”

Robert Morat

© Hans-Christian Schink, „Zwischen Plath und Rehberg“, aus der Serie „Hinterland“, 2012-2019

Hans-Christian Schink forscht mit seiner Kamera zum Thema Landschaft. International gehandelt sind seine Fotografien u.a. aus Verkehrsprojekte Deutsche Einheit,1h, Tōhoku.

Robert Morat Galerie in Berlin repräsentiert Hans-Christian Schink.

Beitrag vom 11. April 2021

Benedikt Partenheimer

“What remains is a collection of water and a reflection of the world.”

 

Partenheimer macht Fotografien mit ästhetischer Brillanz und philosophischer Textur. Im Kontrast zur Schönheit der Aufnahme steht die Botschaft, dass Gletscher zu Wasser werden.

 

© Benedikt Partenheimer, Glacier Water / work in progress
Glacier retreat is one of the most visible consequences of temperature rise in the 20th and 21st century. The area covered by glaciers decreased by 50% since the little ice age (roughly 130 years ago) and new landscapes developed in the ice-free zones. Glacial lakes significantly modify the landscape configuration and visual appearance of high mountain areas and on the other hand represent sedimentary archives that contain important information on past glacier activity, vegetation and climate conditions.
Instead of focusing on the glaciers, the images of this series reveal what they have become – water. Hundreds of glacial lakes emerge in the Alps and their serene and beautiful appearances serve as a silent reminder of what they once were. What remains is a collection of water and a reflection of the world.

Alle Bilder sind kopfüber dargestellt, um somit das aufrechte Bild einer gespiegelten Umgebung zu zeigen.

Benedikt Partenheimer, geboren in München, ist mit seinen fotografischen Reihen zu politischen Themen international geachtet.

Beitrag vom 24. März 2021

Gedankengang in Witten

„Es geht um einen Streifzug durch Gedanken und um Zusammengehörigkeit.“

nach Kata Kern in Zusammenarbeit mit dem laut und leise kollektiv und nach Irja Hönekopp der Wiesenviertel e.V.

Das erzwungene Anhalten des Geschäfts- und Kulturlebens kann erstaunlich Neues entstehen lassen wie zu sehen vom 7. bis 12. Dezember 2020 im Wiesenviertel von Witten in Nordrhein-Westfalen. Künstler und Darsteller bespielen Schaufenster, Projekträume, Orte des Leerstandes und geschlossener Gastronomie mit Kulturaktionen und Kunst. Wittener Spaziergänger können in Ihrer Stadt kleine Spots der Kreativität entdecken.

 

Gabriel Schunk, Performance im lokal. in Witten als ein Teil des Wittener Gedankengangs, Fotos: Dana Schmidt

Der Verein des Wiesenviertels als Zusammenschluss von Anwohnern, Gewerbetreibenden und Kulturschaffenden veranlasste, dass Kata Kern zusammen mit dem laut und leise kollektiv, einer losen Gruppe Wittener Künstler, Kulturschaffender, Handwerker und Dienstleister den Wittener Gedankengang – Knotenpunkt von #heimatruhr konzipierte und durchführte. Beauftragt vom Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung des Landes Nordrhein-Westfalen wird #heimatruhr von dem IAT, dem Institut Arbeit und Technik der Westfälischen Hochschule und der ecce GmbH, dem european centre for creative economy durchgeführt.

Beitrag vom 28. Februar 2021, Lockdown

Zitat und Auszug aus einer kulturpolitischen Rede von Robert Habeck, der sich hier bezieht auf das Buch „Der taumelnde Kontinent Europa 1900 -1914" von Philipp Blom und die Krisenanfälligkeit der Belle Époque vor dem Ersten Weltkrieg.

Robert Habeck

„Auch wir leben im Wohlstand, auch wir leben in einer saturierten Gesellschaft. Auch wir leben im Bewusstsein, dass unsere, die westlichen, die nordwestlichen Werte und Normen allgemeingültig sind und dass alle Krisen im Grunde Fußnoten sind in der Erfolgsgeschichte unserer Zeit. Wenn man dieses Selbstverständnis vergleicht mit dem Selbstverständnis von vor dem 1. Weltkrieg, dann merkt man, dass wir uns in die Tasche lügen, dass die Krisenanfälligkeit unserer Zeit nicht eine Addition von lauter Zufälligkeiten ist, sondern möglicherweise und in gewissem Sinne wahrscheinlicherweise etwas mit der Art wie wir leben, wie wir wirtschaften, wie wir unsere Werte und Normen ausfüllen, zu tun hat.“

Dr. Robert Habeck, Philosoph, Schriftsteller, Politiker

gehört auf dem Causales Kulturinvest!-Kongress 2020 Digital

Beitrag vom 08. Februar 2021

Max Kersting

© Max Kersting, Wo sind eigentlich alle?, 2014/2015, anonyme Fotografie mit Text

Eine anonyme Amateurfotografie zeigt den Dunst von Zuhause getränkt im Sehnsuchtslicht der Abendsonne und im für damalige Zeit typischen roten Farbstich von „Buntfotografie“. Kersting prägt die von ihm gesuchte und bewusst eingesetzte Fotografie mit einer draufgeschriebenen simplen Frage: „Wo sind eigentlich alle?“ So inszeniert Max Kersting sein Deutungsspiel zwischen Text und Bild und stimuliert unseren Blick auf Normalität.

uk

Max Kersting verließ die Werbetexterei, um frei zu arbeiten. Kersting komponiert und karikiert witzig bis beißend, immer originär.

Beitrag vom 18. Dezember 2020, Lockdown

Gerhard Stomberg

„Innere Bilder finde ich in der äußeren Wirklichkeit wieder und ich versöhne beides miteinander.“

Zitat Gerhard Stromberg

© Gerhard Stromberg, Feldweg am Morgen (Battonya II), 2008/2013, 19,4 cm x 24,2 cm, Pigmenttinte auf Baumwollpapier, 72 + 5 AP

Battonya ist eine Stadt im Landkreis Békés in der südlichen Tiefebene im Südosten Ungarns.

„An einem grauen Tag begreifst Du auf ewig.“ Aus Gerhard Strombergs Notizen „On a grey day you can see forever.“

2019 erhielt Gerhard Stromberg den Rostocker Kunstpreis der Kulturstiftung Rostock verliehen. Stromberg arbeitet international und lebt in Goldberg in Mecklenburg-Vorpommern. In der Stadt möchte er Entwicklungen anstoßen.

Beitrag  vom 12. August 2020

Zitate von Olafur Eliasson, in: „Mein Glaube ist enorm", Interview mit Olafur Eliasson von Larissa Kikol, in: „Politik, Ethik, Kunst. Kultureller Klimawandel - Strategien und Werkzeuge", Kunstforum International, Band 254, 2018, S. 150-159

Olafur Eliasson

„Viele stellen sich die Frage, wie man sich in einer globalen Welt identifizieren kann, wie man das Wir-Gefühl wiederfinden kann.“

 

„Ich schaue mir zum Beispiel ein Kunstwerk an oder höre ein Lied und kann mich und meine Gefühle darin wiedererkennen. In den Künsten kann ich Orte finden, wo ich sein kann, wo ein Gefühl ausgedrückt wird, was mir entspricht. So kann Kultur dabei helfen, deiner Angst, deiner Wut, deinen Sorgen oder deinem Lachen eine Form zu geben. Das ist für mich das grundsätzliche Potential der Kultur.“

Zitate von Olafur Eliasson im Interview mit Larissa Kikol, in Auszügen.

Olafur Eliasson aus Kopenhagen ist isländischer Herkunft. International ist Eliasson präsent mit seinen Rauminstallationen, Skulpturen, architektonischen und sozial-unternehmerischen Projekten wie Little Sun. Zu Themen wie Wasser, Licht, Gletscher, Moos, Wolke, Sonne, Luft und Atmosphäre kreiert er Objekte und Erfahrungsräume, die emotional treffen und uns mit der Natur in Auseinandersetzung bringen.

Beitrag vom 8. Juni 2020

gesehen bei Robert Morat Galerie "Book Stories" von Bertien van Manen, 11. Januar bis 7. März 2020

Bertien van Manen

Aus tiefer Seele dokumentiert Bertien van Manen anders und direkt. Ein Lebensgefühl liefert sie gleich mit.

uk

© Bertien van Manen, David on swing, West Virginia 1987, from the series „Moonshine“, 44 x 29,5 cm, Archival Pigment Print, Edition of 5 + 2 AP’s, Courtesy Robert Morat Galerie

Bertien van Manen, geboren 1942 in Den Haag, ist wegweisende Dokumentarfotografin und Buchkünstlerin. International ist van Manen von Robert Morat Galerie Berlin repräsentiert.

Beitrag vom 29. April 2020

gesehen bei Galerie Bucholz „Imagine“ von Anne Imhof, 13. September bis 26. Oktober 2019

Anne Imhof

„Imagine“ bietet keine Beruhigung.

 

„Imagine“ ist voll von gestauter Hitze, von Engpässen, von fieberhaften Ungegenständlichkeiten.

Nach Kerstin Stakemeier

© Anne Imhof, „Untitled (Imagine)“, 2019, Aluminium, acrylic, 3 parts, each: 210 x 150 cm

© Anne Imhof, „Untitled (Imagine)“, 2019, aluminium, acrylic, 210 x 150 cm

Auch wenn Anne Imhof Performances kreiert und inszeniert, komponiert sie diese als Bilder.
Nach “For The Grace Of Thoughts“ DLDconference18, Anne Imhof, Künstlerin, & Hans Ulrich Obrist.

Anne Imhof ist von Galerie Buchholz Berlin und New York repräsentiert.

gesehen bei Galerie alexander levy, Ausstellung BRUCH von Fabian Knecht, 26. April bis 22. Juni 2019

Fabian Knecht

„Bruch“

 

Fabian Knecht installiert ein Mauerstück auf der zugefrorenen Ostsee. Mit landschaftlicher Leere und grau-eisigen Flächen verstärkt Knecht seine ökologische und politische Botschaft, die wir mit Imagination erfassen. Der Mauer, die für Solidität und Begrenzung steht, wird das Fundament entzogen werden. Die vereiste Fläche wird schmelzen, die Mauer im Meer untergehen.

uk

Fabian Knechts Skulpturen, Installationen und Fotografien sind das Ergebnis einer hochgradig, ja geradezu kompromisslos konzeptuellen Herangehensweise, die unser Verständnis von Zeit und Verfall in einer sich im dauerhaften Krisenmodus befindenden Welt hinterfragt. Nach Bernard Vienat

 

© Fabian Knecht, Grundmauer, 2019, Fotografie, Fine Art Inkjet Print, 162 x 234,5 cm, Unikat
© Fabian Knecht, Grundmauer, 2019, Fotografie, Fine Art Inkjet Print, 162 x 234,5 cm, Unikat

Fabian Knecht war Meisterschüler von Olafur Eliasson. Seine Arbeiten sind international gezeigt und gefeiert. Fabian Knecht wird von Galerie alexander levy, Berlin, repräsentiert.