gesehen in Galerie Tanja Wagner, DAS RADIKALE EMPATHIACHAT von Anna Witt, 14. Sept bis 10. Nov 2018

Anna Witt

Ein performatives Manifest einer möglichen Jugendbewegung

Anna Witt begleitet eine Gruppe junger Leute in Leipzig bei der Entwicklung und Umsetzung eines performativen Manifests einer möglichen Jugendbewegung. Im Gespräch miteinander formulieren sie ihre Gefühle zu vorherrschenden Systemen, machen sie sich Gedanken in welcher Gesellschaft sie gerne leben möchten, sprechen sie ihre Utopien offen aus. Entsprechend ihrer eigenen Vorstellungen und Empfindungen übersetzten sie ihr Manifest in körperliche Ausdrucksformen und performative Interventionen im öffentlichen Raum.

Anna Witt kreiert spielerische Situationen und ermöglicht gemeinschaftliche Interaktion. Mit verbaler wie non-verbaler Artikulierung bringt sie uns dazu, über neue Definitionen unserer gemeinsamen Koexistenz nachzudenken.

 

„Die Neugierde wieder zu entdecken, die dir halt zeigt was Du möchtest, die deine Eigeninitiative hervorholt“ –
Auszug eines Statements.

 

© Anna Witt, Das Radikale Empathiachat, Video Still 2018, 2-channel HD video, colour, sound, 20:10 min
Courtesy Galerie Tanja Wagner, Berlin

Das Video wurde kreiert in Zusammenarbeit mit Maria Bujanov, Phillip Borchert, Anja Engelhardt, Belve Langniss, Blandia Langniss, Chiara Rauhut, Lena Schubel und der Unterstützung der GFZK Galerie für Zeitgenössische Kunst Leipzig.

Anna Witt, geboren 1981 In Wasserburg/Inn, studierte an der Akademie der Bildenden Künste Wien in der Klasse von Monica Bonvicini, Magdalena Jetelova und Asta Gröting. Sie lebt zur Zeit in Wien. Ihre Arbeit ist national wie international gesehen und sie ist von Tanja Wagner in Berlin repräsentiert.

gesehen im KINDL – Zentrum für zeitgenössische Kunst, Berlin / FIRST THINGS FIRST von Shirana Shahbazi, 2. April – 6. August 2017

Shirana Shahbazi

„Ein bedeutender Teil meiner Arbeit sind die Kombinationen der Fotografien, die ich zueinander anlege, die sich gegenseitig hinterfragen; sie können sehr ähnlich sein oder sehr unterschiedlich.“

Künstlerin Shirana Shahbazi während eines Interviews mit Kuratorin Eva Respini, MoMA Ausstellung New Photography 2012.

„Diese Bilder insistieren auf einer 
notwendigen Offenheit, die bedingungslos eingefordert wird und das pluralistische, gleichberechtigte Nebeneinander sucht und aushält.“

Andreas Fiedler, Kurator der Shirana Shahbazi Ausstellung First Things First, künstlerischer Direktor des KINDL – Zentrum für zeitgenössische Kunst.

„ …, während der Blick fortwährend über disparate Nachbarschaften navigiert.“

Aus Katalogtext First Things First „Fotografische Differenz“ von Jens Asthoff

 

© Shirana Shahbazi, [Haare], 2014, Zweifarbige Litographie auf Zerkall Bütten Papier, 67 x 87 cm / 26 3/8 x 34 1/4 inch
© Shirana Shahbazi, [Komposition-68-2013], C-print auf Aluminium, 150 x 120 cm / 59 x 47 1/4 inch

Shirana Shahbazi, geboren 1974 in Teheran, installiert auf höchstem Niveau dynamische Kombinationen ihrer fotografischen Kunst und fordert überaus unsere Wahrnehmung und unser Denken heraus.

gesehen in Galerie alexander levy

Sinta Werner

„Architektur und Kunst durchdringen sich, Sehen und Raum werden erforscht, während die Kunst eine neue Art der Wahrnehmung vorschlägt.“

Sinta Werner, Master of Fine Arts, 2007, Goldsmiths College, London, arbeitet mit Installationen und Collagen. Die Bildende Künstlerin löst die Grenzen zwischen Kunstwerk und Ausstellungsraum auf, zwischen Bild und Skulptur.

 
 
 

© FOTOS: Sorin Morar und Sinta Werner

© Sinta Werner, CMYK-Farbraum
Kunst am Bau Wettbewerb der Landeshauptstadt München,  1. Preis, realisiert in 2015, Meindlschule München

gesehen an ST. AGNES, KÖNIG GALERIE, 26. November 2016

Lichtinstallation Europa

„So viel erscheint heute als Selbstverständlichkeit, was schlichtweg keine ist. Vor nicht allzu langer Zeit lag dieser Ort, diese Stadt, dieses Land, lag Europa in Trümmern. Geschichte ist noch nah. – Es ist daher so wichtig Zeichen mit positiver Strahlkraft für Europa, wie diese Lichtinstallation, zu setzen. Einem Leuchtturm gleich, dient diese sinnbildlich der Orientierung in der Dunkelheit, weist den Weg und symbolisiert Hoffnung.“

Lukas Feireiss, Autor, Kurator

Foto © Ruben Dario Kleimeer

LICHTINSTALLATION EUROPA Konzept und Initiative der Architekten Caro Baumann und Johannes Schele

gesehen bei Podbielski Contemporary, Berlin, NADELSTREIFEN, 08.Sep bis 19. Nov 2016

Loredana Nemes

Banker sind in höheren Positionen vorherrschend Männer, einige sind von Loredana Nemes portraitiert. Anzugsstoff und Accessoire werden dabei von der Künstlerin gewendet und avantgardistisch drapiert. Gemeinhin ein Modekorsett und Insigne der Finanz- und Geschäftswelt, führt Nemes den Anzug mit stilistischem Nonplusultra zu neuer Stofflichkeit und Form. Das Wesen des Portraitierten und sein Blick nach innen werden sichtbar.

Loredana Nemes ist geschätzte Bildende Künstlerin von fotografischen schwarz-weißen Reihungen, in denen sie Identität neu denkt und hierzu Darstellungen ohnegleichen entwickelt.

 

© Loredana Nemes, Jan/Joachim/Jürgen, 2016, Silbergelatineabzug, 60 x 50 cm in Auflage von 5 (+ 2 a.p.), 100 x 83,4 cm in Auflage von 3 (+ 1 a.p.), Courtesy Podbielski Contemporary

gesehen bei KLEMM’S Berlin , THE VIRTUE OF BALANCE, 9. Sept bis 22. Okt 2016

Jan Groover

“Good to look at, good to think about.”

John Szarkowski, Direktor der Photographie des Museum of Modern Art, New York, von 1962 bis 1991, in Jan Groover: Photographs, New York 1993.

Jan Groover’s fotografische Arbeiten sind relevante und wegweisende Kunstwerke, die die Anerkennung der Photographie als Kunstform erleichtert haben. –
Jan Groover, 1943-2012, geboren in Plainfield, New Jersey, wandte sich in den frühen 70ern von der abstrakten Malerei ab, um mit dem Medium der Fotografie zu experimentieren. – Groover eliminierte die Spuren des Dokumentarischen in ihren Arbeiten und forderte die Grenzen des Mediums heraus, indem sie die Beziehung einzelner Bildelemente zueinander untersuchte und sie gewissermaßen als Abstraktion darstellte.

 

© Jan Groover, Untitled (0647), 1980, platinum-palladium contact print, 20,3 x 25,5 cm, edition of 15
© Jan Groover, Untitled (KSL 63.1), 1978, chromogenic print, 50,8 x 61 cm, edition of 3

copyright Jan Groover, courtesy Janet Bordon, Inc., New York

inspiriert von ANNA & EVE, Projektraum PhotoWerkBerlin, 13. April – 26. Juni 2016

Viktoria Sorochinski

„Die Kombination von Dokumentarischem und Fiktion offenbart die innere Verfassung eines jeden Charakters und zeigt die psychologischen Spannungen zwischen den Protagonisten auf.”

In Ihrer Arbeit setzt sich Sorochinski mit familiären Dynamiken auseinander und redefiniert in diesem Prozess konstant Ihre eigene Identität. Der multidisziplinäre Hintergrund der Künstlerin  – einschließlich Malerei, Skulptur, Installation  – ist in ihrer Photographie- und Videoarbeit offensichtlich. Viktoria Sorochinski wurde 1979 in Mariupol/Ukraine geboren. Sie lebte in Magadan/Russland, Jerusalem, Montreal und New York, zur Zeit lebt sie in Berlin.

In dem Video Daddy’s Confession, 2012, Teil des Photographie und Videoprojekts Daddy, 2008-2015, porträtiert Viktoria Sorochinski den inneren Dialog eines Vaters; sein unerfüllter Wunsch einen Sohn zu haben wendet sich in eine unerwartete Realität, in der er eine Tochter aufzuziehen hat.

 
 

Viktoria Sorochinski, Videostills aus Daddy’s Confession, 2012, 4’58“ HD

“I always wanted a son, not a daughter, really, but you know…
I guess I was very lonely, I was a lonely child, …
But one day I thought: “I’m going to give birth, to a son who is going to guide me out of this cesspool…
He is going to be the strong one, and he is going to carry me out!…
And then, one day… She just uuh…she attempted to escape, like a wolf! And I was just amazed at the strength, the courage! It seemed like she just defied death….“

gesehen bei Galerie Löhrl, Art Cologne 2016

Keiji Uematsu

„Eine Arbeit zu erschaffen, in der das Fehlen eines einzelnen Elementes die gesamte Struktur – die unsichtbaren Existenzen von Dingen und deren Verknüpfungen – zum kollabieren bringt wie einen Kosmos.“

KEIJI UEMATSU, 1947 in Kobe in Japan geboren, arbeitet mit Zeichnung, Objekten und Photographie.

© Keiji Uematsu, “Wave Motion I” (1) und (2), 1976, 2 Silbergelatineprints, jeder 40.6 x 51.3 cm, Edition von 4, Courtesy Galerie Löhrl, Mönchengladbach

gesehen bei Niels Borch Jensen, Berlin, RECENT PROJECTS / Carsten Höller SUPERFLEX Danh Vo, 16. Januar – 5. März 2016

Carsten Höller

„In seinem neuesten Projekt Four Birds stellt Carsten Höller Finken dar, die durch Überzüchtung unfruchtbar geboren sind. Die Darstellung ist monochrom gehalten; auf jede spezifische Statur und auf jede Feder lenkt sie den Blick. Das stilisierte Studio-Setting kündet von Hochzucht und Vergänglichkeit, verweist gleichzeitig auf die Einzigartigkeit und Schönheit dieser Tiere.“

Carsten Höller, geb. 1961 in Brüssel, arbeitet als Installationskünstler. Seine Biologisch-wissenschaftlichen Erfahrungen fließen immer wieder in seine künstlerischen Konzepte ein.

 

© Carsten Höller & Niels Boch Jensen Editions, Four Birds, 2015, Series of 9, Photogravure, Somerset 300 gr., Size /cm: Image 36,5 x 49,5; Paper 54,5 x 67; Frame 55 x 72, Edition of 18 + 4 AP

Photogravüre ist Kupferdruck in Halbtönen nach einer photographischen Vorlage. Herausgegeben sind die Photogravüren Four Birds von Niels Borch Jensen Editions, Kopenhagen.